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ATEM - DER HAUCH DES LEBENS: ANLEITUNG ZU EINER SELBSTBETRACHTUNG

Es gibt so viele wichtige Funktionen im Körper, die uns am Leben erhalten, wohl die wichtigste ist die des Atmens. Warum macht es Sinn über den Atem zu schreiben? Weil wir ihn einfach vergessen und für selbstverständlich betrachten. Er funktioniert ohne unser Zutun und doch stockt uns manchmal der Atem.

Nach neuen medizinischen Kenntnissen geschieht das sogar gar nicht selten. Wie kann das sein? Der Atem ist ein intelligenter selbständiger Begleiter und hängt doch stark von Gedanken und Gefühlen ab. Haben Sie sich schon mal bei ihm bedankt? Vor allem in der Nacht, wenn Sie sich ihm überlassen und Sie morgens erkennen, dass alles ganz automatisch ablief?

 

Effektive Erholung

Wenn der Atem frei fließt, ist die Erholung am effektivsten. Im Tiefschlaf lässt der Mensch ihm seinen Raum. Die ganzen Organe werden mit Sauerstoff versorgt, das Herz erholt sich, weil wir in dieser Zeit unser Wollen und unser Streben aufgeben. Doch leider sind wir tagsüber nicht mehr in der Lage, uns ausreichend dem Atem zu widmen. Wo doch unser Körper der Tempel ist, in dem wir wohnen. Wir muten ihm manchmal zu viel zu, durch unsere Arbeit, durch körperliche Anstrengung oder auch durch Sorgen.

Angst lässt den Atem schneller gehen oder stocken. Etwa durch Informationen in unseren Medien, die Angst erzeugen, sind heute Tagesordnung. Meist ist die Sauerstoffzufuhr zu knapp und somit wird das Herz zu stark belastet. Wir neigen dazu, allen Ansprüchen zu genügen, auch gedanklich. Gehen Sie gelassener mit sich selbst um. Der Körper und die Seele werden es Ihnen danken.

 

Nicht gleich ärgern

Mal die Fünf gerade sein lassen, sich nicht gleich ärgern, nicht gleich reagieren müssen, all dies ist gesund. Die Worte „Lass mal die Luft raus“ oder „Hol mal tief Luft“ sind sinnbildlich gemeint. Zu sehr halten wir fest an Meinungen, Überzeugungen und lassen unsere Welt und den Atem enger werden. Er ist das Tor zur Freiheit. Lassen Sie großzügigen Raum für andere Erfahrungen.

Wir atmen meist während einer Anspannung in die obere Körperhälfte, halten den Atem an und der Bauch verkrampft. Lassen Sie ihn locker, sonst fehlt Ihnen die Luft zum atmen. Durch die einseitige „obere“ Atmung verlieren wir unsere innere Sicherheit, unsere Erdung, die so wichtig ist, um gelassen zu bleiben. Wir sollten gleich verteilt atmen. Auch enge Bekleidung nimmt uns die Luft. In Stresssituationen vertieft zu atmen ist sehr unterstützend. Doch gerade da vergessen wir es am meisten.

 

Selbstversuch starten

Im Yoga sind die Atmung und deren Technik ein wichtiger Bestandteil, vielleicht bedeutender als die Haltungen selbst. Machen Sie doch mal einen Versuch, einen Tag lang, und beobachten Sie sich, wie Sie atmen. Greifen Sie regelmäßig ein, wenn Sie nicht durchatmen können, so dass es auch zur Gewohnheit werden kann, gut und tief zu atmen. Gut zu wissen … doch nur die Praxis setzt eine Veränderung in Gang. Statistisch verlängert sich unsere Lebenserwartung jedes Jahr, wer spricht schon von ihrer Qualität? Unterschätzen Sie den Atem dabei nicht.

 

Fünf Minuten Atembetrachtung

Ihre Aufmerksamkeit und Ihre Achtsamkeit werden sich erweitern, die wesentliche Bestandteile für das Wohlbefinden sind. Vielleicht lernen wir dadurch, dass fünf Minuten Atembetrachtung mindestens genau so wichtig sind, wie drei Stunden zu arbeiten? Inzwischen gibt es Menschen, die durch eigene Erfahrungen tief davon überzeugt sind. Machen Sie bewusst dafür Pausen.

Manche Dinge sind so banal und doch so effektiv. Stecken sie sich morgens etwas in die Hosentasche, das Sie an Ihre Atmung erinnern soll. Wir vergessen gerne, weil wir einfach Menschen sind. Es ist doch schön, wenn es auch etwas Einfaches im Leben gibt, das eine überaus positive Wirkung in unseren Alltag bringt. Frohes Üben!

 

Gerhard Schmid

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