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WO IST DAS GLÜCK ZU FINDEN?


„Alles was wir wieder loslassen können, schenkt uns Freiheit.“


Wenn wir uns ehrlich fragen, warum wir da sind, dann ist für viele das „Glücklich sein“ einer der wichtigsten Antworten, wenn nicht sogar d i e wichtigste. Wo suchen wir das Glück?

Der eine sucht im Erfolg, der andere im Anhäufen von materiellen Dingen, in der Partnerschaft, in Events oder sogar in Drogen. Dies sind alles Wege, die letztendlich eines gemeinsam haben: Sie sind von etwas abhängig. Also gibt es dieses dauerhafte Glück? Die moderne Esoterik versucht uns mit ihren ganzen Facetten ein dauerhaft erlebbares Glück zu vermitteln, ebenso die Werbung mit Ihrem Anspruch auf Unvergänglichkeit der Schönheit, auf ein ideales Sein, ja fast schon auf „Unsterblichkeit“.

Da verbirgt sich die Gefahr, dass wir buchstäblich den Boden unter den Füssen verlieren. Dann schweben wir mal eine Zeit lang. Gut ist es, wenn wir es erkennen, zurückkehren und dann wissen, dass all dies illusionär ist.
Glück liegt in dem „Einfachen“, nicht im „Besonderen“, es liegt nicht in dem, was wir haben wollen, sondern in dem, was wir schon haben. In den Selbstverständlichkeiten, die uns aus dem Bewusstsein entschwunden sind. Gesundheit, Essen, Strom, Licht, Wasser … Können Sie ahnen, was gemeint ist?

Glück finden wir dort, wo wir nicht suchen, wo wir keine Erwartungen haben. Und dies geschieht oft überraschend, in einem Moment - ein Lächeln eines Menschen, ein Regenbogen, ein Schmetterling, ein schönes Gespräch. Gerade diese Momente haben eines gemein: Sie ergreifen uns in der Tiefe des Herzens, berühren uns, so wie uns kein Konsum oder Wirtschaftswachstum berühren kann. Und wir erkennen, dass diese Momente nicht festzuhalten sind. Erinnern Sie sich an einen solchen Moment? Bestimmt!

Das wahre Glück hat nichts mit der Vergangenheit und Zukunft zu tun, sondern ausschließlich mit der Gegenwart. Und da sind wir relativ selten zugegen. Glück ist eine „Erfahrung, in der wir unser ICH loslassen können und in dem wir im Wesen ergriffen sind vom Erleben des Seins“, so sinngemäß Graf Friedrich Dürckheim schon in den 60er Jahren.

Daraus folgernd könnten wir also sagen, dass Glück geknüpft ist an das „Erfahren“ des Moments, mit der Dankbarkeit für das, was da ist und mit dem Einverständnis der Vergänglichkeit. Alles was wir wieder loslassen können, schenkt uns Freiheit. Und das geschieht nicht einfach mal so, sondern dies ist ein Prozess. Das ist Arbeit und braucht Zeit. Loslassen ist eine Übung, die uns letztendlich das ganze Leben lang begleitet und uns gleichzeitig befreit. Dort liegt viel Potenzial des Glücks nach dem wir suchen.
Loslassen bedeutet auch zu verschenken statt zu erwarten. Sich mit dem anderen zu freuen statt ihn zu beneiden, ihm zu vergeben statt Gedanken des Ärgers zu pflegen. Auch sich selbst zu vergeben, den eigenen Unzulänglichkeiten. Das Bewerten und Urteilen zu reduzieren, das alles macht uns friedlicher und gleichzeitig glücklicher.

Es geht um das Gefühl der Verbundenheit mit anderen Menschen. Für sich selbst und andere gut sorgen.
Gelingt es uns, unsere Reaktionen, Gedanken, Worte oder Handlungen zu erkennen, dann wissen wir auch, was wir ändern können, denn unser Glücksempfinden ist davon mehr abhängig als wir glauben. Das ist nicht immer einfach, weil Sorgen, Ängste oder Ärger nun mal da sind. Glück fällt uns nicht in den Schoß, sondern sprichwörtlich ist jeder „seines Glückes Schmied“. Denn ob wir gut oder schlecht denken, reden oder handeln - auch wenn wir scheinbar im „Recht“ sind - können nur wir selbst ändern.

„Willst Du Recht haben oder glücklich sein?“ - so ein Sprichwort. Im „Jetzt“ säen wir die Samen für die Zukunft. Humor statt Kritik, Annahme statt Ablehnung, das alles fördert unser Wohlbefinden. Das heißt nicht, zu allem ja zu sagen und alles zu dulden, sondern unterscheiden zu lernen, was wichtig ist.

Alles was uns zur Bewusstwerdung, zur Achtsamkeit für den Moment dient, sollten wir regelmäßig üben, denn diese ist der erste wichtige Schritt zur Veränderung unserer Haltung, zur Übernahme der Eigenverantwortlichkeit, zum Glückserleben. Wir können darüber lesen, aber nur die eigene Erfahrung ist lebendig.

Nehmen wir uns also regelmäßig raus aus dem Geschehen des Alltags, aus unseren Gedanken, Erwartungen, Vorstellungen und bleiben geduldig mit uns selbst und anderen. Dann schaffen wir uns eine wahrhaft bessere Zukunft, weil wir mehr lassen können als nur „mehr Glück“ haben zu wollen …

Gerhard Schmid

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