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WOMIT WIR UNS EINE FREUDE MACHEN



MEHR HABEN WOLLEN IST GANZ SICHER EIN IRRWEG

„Die stille Freude, erfühlbar als Herzenswärme, ist in jedem Menschen vorhanden.“

Die Freude fängt da an, wo die Tätigkeit aufhört - sinngemäß deuten die alten Weisen so das Gefühl, nach dem Menschen immer wieder suchen. Warum ist die Freude so wichtig und wie finden wir sie? Und wie findet der Mensch den Zugang?

Welche Arten von Freuden gibt es?

Da ist zunächst die geringste aller Freuden, die Schadenfreude. Sie trägt einen anderen Namen, denn sie ist keine Freude, sondern eine Form der Ablehnung einer anderen Person. Sie hat mit Glückserfahrungen nichts gemein, denn niemand macht der Schaden eines anderen glücklich. Vielmehr glaubt sie die Berechtigung zu haben, jemanden abzuwerten.

Beliebt sind die Sinnesfreuden, bedingt durch unsere Sinnesorgane, erfahrbar durch das Sehen, Hören, Riechen, Schmecken und Fühlen. Ein Sonnenuntergang, die Nähe des Partners, eine schöne Musik, ein gutes Essen… Sie haben alle eines gemein. Sie entstehen aus Erfahrungen und sind von Bedingungen abhängig, das heißt, je nach den Umständen werden sie erlebbar. Für unser tägliches Leben sind sie bedeutend, denn sie lassen uns die kleinen Sorgen vorübergehend vergessen. Es sind kleine Oasen der Erholung.

Ihre schnelle Vergänglichkeit und das „Wieder-erleben-wollen“ erzeugen in uns im Gegenzug eine gewisse Abhängigkeit und Suche. Das ist die „äußere“ Welt. Ein Weckruf vom Außen. Doch was ist, wenn die Bedingungen nicht günstig sind…?
Vielleicht ist die Freude auch ein Produkt unserer Bemühungen? In der Psychologie sprechen wir von Ressourcen, wenn Menschen sich mit dem beschäftigen, was ihnen Freude bereitet. Sei es laufen, singen, malen… Wie viel Platz räumen wir täglich unseren Ressourcen ein? Sich dafür die Erlaubnis zu geben, ist schon für manchen eine Überwindung, vor allem in Zeiten der Effektivität des wirtschaftlichen Wachstums und der Überbewertung des Erfolgs.
Eine verbindende Art der Freude ist die Mitfreude: Jemandem anderen etwas schenken, sich an einer Freude eines anderen beteiligen und gleichzeitig die Freude des anderen spüren. Oft ist diese größer, als selbst etwas zu erhalten. Wenn wir Freude bei jemandem anderen durch eine Geste erzeugen, geschieht automatisch eine Rückkopplung und erfüllt den Schenkenden und den Beschenkten. Durch „Hergeben“ geschieht gleichzeitig eine Befreiung von „Mehr-haben-wollen“.

Die Mitfreude ist wärmer als die Sinnesfreude. Der Grund ist die geschaffene Verbindung von Mensch zu Mensch.

Die unabhängigste Art der Freude ist die stille Freude. Vielleicht ist es die, nach der wir alle suchen. Alles was wir im Außen erleben, macht uns dauerhaft nicht glücklich. Also wählen wir den Weg nach innen. Seit tausenden von Jahren wird in verschiedenen Formen der Religionen und Philosophien erklärt, dass jeder Mensch sie besitzt. Nur ist sie manchmal verschüttet durch die Lawinen, die täglich über uns kommen. Gedanken, Emotionen, Informationen und Erlebnisse machen uns den Zugang nicht leicht. Wenn wir allerdings diese Freude erfahren dürfen, dann kommt sie überraschend, wenn wir nichts erwarten, an nichts festhalten, an Glaubensätzen, Meinungen, Menschen… Und dann wird sie fühlbar als Herzenswärme, wir haben das Gefühl in unsrer „Mitte“ zu sein.

Eine Art tiefer Zufriedenheit. Schon mal erlebt? Sobald wir versuchen sie festzuhalten, gleitet sie wieder aus unseren Händen. Manchmal begleitet von „Freudentränen“. Die gute Nachricht - sie ist tatsächlich in jedem Menschen vorhanden. Sie ist immer da. Wir können den Weg zu ihr öffnen, wenn wir uns jeden Tag in eine Stille begeben und dort beobachten, was in unserem Geist geschieht. Und wenn wir das „Beschäftigtsein“ und unsere rationalen gedanklichen Analysen immer wieder fallen lassen, dann wird sie mehr und mehr fühlbar.

Wenn wir uns überwinden nichts zu tun und uns darin üben, uns immer wieder von unseren Sinnen und Gedanken zurückzuziehen, dann werden wir erfüllter. Gemeint ist die Meditation. Schon uralt und immer noch wirksam. Und dieses Erfülltsein kann uns auch in schwierigen Situationen ein guter Begleiter sein. Es entwickelt Vertrauen, Zuversicht und geistige Gesundheit.
All die alten Mystiker, Schriftsteller und Philosophen erinnern uns daran.
In diesem Sinne viel Freude !

Gerhard Schmid

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